Shetland Sheepdog – Haltung und Pflege

Möchte man einen Shetland Sheepdog halten, sollte man sich vorher damit beschäftigen, welche Ansprüche diese Hunderasse an sein neues Zuhause stellt.

Wie sieht es mit der Fellpflege aus? Was ist in Bezug auf die Ernährung zu beachten? Wie lange und wie oft braucht der Sheltie Auslauf? Wie gestaltet sich seine Erziehung? Und von welchen Krankheiten ist der Shetland Sheepdog häufig betroffen? Wie lange ist die durchschnittliche Lebenserwartung? Und mit welchen Haltungskosten muss gerechnet werden?

Fellpflege

Obwohl sie langes Haar besitzen, ist bei Shelties eine ausgiebige Fellpflege nicht erforderlich. Experten empfehlen lediglich, das Fell in unregelmäßigen Abständen zu kämmen und zu bürsten. Dabei sollten besonders die Stellen hinter den Ohren, am hinteren Körper und in den Achseln gepflegt werden.

Ansonsten hat man es relativ leicht, was die Fellpflege des Shetland Sheepdog anbelangt. Dieses ist Schmutz und Staub gegenüber sehr resistent. Um ein Verfilzen der Haare zu vermeiden, genügt es, das Fell einmal in der Woche gut zu kämmen oder zu bürsten.

Im Gegensatz zu anderen Hunden darf der Shetland Sheepdog nur einmal im Jahr gebadet werden. Ansonsten riskiert man, dass sein Fell in Mitleidenschaft gezogen wird und seinen Glanz verliert.

Ernährung

Shetland Sheepdogs können sowohl mit Nass- als auch mit Trockenfutter gefüttert werden. In den meisten Fällen bevorzugen sie aber Nassfutter. Auf ihrem Speiseplan stehen können zusätzlich Reis, Teigwaren, grüne Bohnen sowie Fleisch und Spinat.

Auslauf

Shetland Sheepdogs sind sehr bewegungsfreudige Hunde, die regelmäßig Auslauf bekommen sollten. Der Sheltie liebt es, stundenlang zu rennen, zu toben und zu spielen. Dabei integriert er auch gerne die Menschen um sich herum. Idealerweise sollte der Sheltie die Möglichkeit haben, zumindest teilweise Auslauf ohne Leine zu bekommen.

Wichtig ist, darauf zu achten, dass Welpen am Anfang in puncto Bewegung nicht überfordert werden. In den ersten Wochen reichen Spaziergänge von 10 Minuten oder das Toben im Garten vollkommen aus.

Zwar akzeptiert der Shetland Sheepdog, wenn Herrchen oder Frauchen mal nicht die Möglichkeit haben, mit ihm einen langen Spaziergang zu machen, zur Gewohnheit werden sollte dies jedoch nicht.

Neben einem ausgiebigen Spaziergang genießt es der Sheltie auch, seinen Halter beim Radfahren oder Joggen sowie beim Reiten zu begleiten. Da diese Hunderasse auch geistig gefordert werden sollte, sollte darüber hinaus an spezielle Hundesportarten, wie Obedience und Agility, gedacht werden.

Erziehung

Man könnte meinen, dass der Shetland Sheepdog aufgrund seiner großen Intelligenz nur das tut, was er will. Tatsächlich jedoch ordnen sich Shelties gerne unter, was ihre Erziehung sehr einfach macht. Selbst diejenigen, die noch nie einen Hund hatten, können sich für diese Hunderasse entscheiden – vorausgesetzt, sie setzen sich damit auseinander, welche speziellen Ansprüche der Sheltie hat.

Häufige Krankheiten

Es gibt eine Erkrankung, von welcher Shetland Sheepdogs sehr häufig betroffen sind: Dermatomyositis, eine genetisch bedingte Haut-Muskel-Erkrankung, kann bei dieser Hunderasse öfters auftreten. Außerdem gibt es gegenüber bestimmten Medikamenten eine Überempfindlichkeit. Man spricht auch vom so genannten MDR1-Defekt. Außerdem sollte man auf Augenerkrankungen achten. Der Sheltie neigt dazu, CEA und PRA zu bekommen.

Durchschnittliche Lebenserwartung

Die durchschnittliche Lebenserwartung des Shelties liegt bei bis zu 15 Jahren.

Haltungskosten

Neben den Kosten für die Grundausstattung muss man auch mit regelmäßigen-, also mit Haltungskosten rechnen. Nachfolgend eine Auflistung darüber, wie hoch diese beim Shetland Sheepdog in etwa monatlich sind:

  • Futter: 70 Euro
  • Hundesteuer (jährlich): 30-200 Euro
  • Versicherung (jährlich): 70 Euro
  • Ersatz von Zubehör (Halsbänder, Floh- und Zeckenmittel): 10-20 Euro
  • Tierarztkosten – Impfungen, Wurmkuren (jährlich): 150-200 Euro